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Museum

Tirol hat eine vielzahl schöner Heimatmuseen, die einen sehr guten Einblick in die damalige Zeit bieten. Viele Museen bieten ein spezielles Kinderprogramm oder Kurse in denen Sie altes Handwerk erlernen können.
Außerdem gibt es ein großes Angebot an aktuellen Ausstellungen.

 

 

Museum Tiroler Bauernhöfe bei Breitenbach

Auf halbem Weg zwischen Innsbruck und Kufstein liegt auf einer wellig geformten Terrasse bei Breitenbach das „Museum Tiroler Bauernhöfe“.
Seit 1974 konnten 13 Bauernhöfe mit ihren Nebengebäuden aus Nord-, Ost- und Südtirol ins Museum übertragen und hier wieder aufgebaut werden. Dazu kommen noch Zeugnisse ländlicher Technik (Säge, Mühle, Göpel), der Volksfrömmigkeit (Kapellen, Kreuzweg) und eine Schule.

Im Herbst 1974 wurde der Verein „Museum Tiroler Bauernhöfe“ mit dem Ziel gegründet, die Lebens- und Wirtschaftsweise der bäuerlichen Bevölkerung Tirols in vorindustrieller Zeit darzustellen. Der wirtschaftliche Aufschwung, den das Land Tirol seit den 50er Jahren erlebt hat, führte auch in der bäuerlichen Welt zu Umbrüchen. Die alten Bauernhöfe und ihre Nebengebäude sind oft nur schwer den geänderten wirtschaftlichen und technischen Erfordernissen unserer Zeit anzupassen. Sie wurden vielerorts abgerissen bzw. tiefgreifend verändert.


Augustiner Museum Rattenberg

augustinermuseumDas Augustiner-Museum ist ein Regionalmuseum, dessen Sammlungen einen erstrangigen Überblick über Geschichte, Kunst und Kultur des Tiroler Unterlandes in der Zeit vom 13. bis zum 20. Jahrhundert bieten. Besonders erwähnenswert sind die Abteilung für gotische Plastik, die Sammlung von Gold- und Silberschmiedearbeiten sowie die Sammlung religiöser Volkskunst.
Untergebracht ist das Augustiner-Museum im ehemaligen Augustiner-Eremitenklosler von Rattenberg, das 1385 vom bayerischen Jägermeister Johann Kummersbrucker gegründet wurde. Im Laufe seiner mehr als 600jährigen Geschich- le mehrmals um- und ausgebaut, bildet der heutige Bau- komplex ein harmonisches Ensemble aus goIischen und barocken Elementen, wobei v. a. der Kreuzgang und die Hofer-Kapelle vom Ende des 15. Jh. sowie die prunkvolle Klosterkirche aus dem 18. Jh. hervorzuheben sind. Das Augustiner-Museum Rollenberg wurde 1994 mit dem Österreichischen Museumspreis ausgezeichnet.


Riesenrundgemälde – die dritte Bergisel-Schlacht 1809 auf 1000m² Leinwand, Innsbruck

© Alexander Haiden

Riesenrundgemälde – die dritte Bergisel-Schlacht anno 1809 auf 1000 m² Leinwand
Von den zahlreichen Denkmälern, die an Tirols Heldenzeit – die Freiheitskämpfe von 1809 – erinnern, besitzt eines durch einen singulären Charakter besondere kulturelle Bedeutung: das sogenannte Riesenrundgemälde, auch Panorama genannt, am Rennweg neben der Talstation der Hungerburgbahn. Das gewaltige, mehr als 1000 m² große Leinwandbild, das die denkwürdige dritte Bergisel-Schlacht vom 13. August 1809 zeigt, wurde schon bei seiner Enthüllung im Jahre 1896 von der Öffentlichkeit enthusiastisch gefeiert.

Das Riesenrundgemälde ist eines von 24 weltweit noch existierenden Panoramen und österreichweit einzigartig. Es zählt heute zu den meistbewunderten und -besuchten Sehenswürdigkeiten der Tiroler Landeshauptstadt.


 

Holzmuseum Wildschönau

holzmuseumDas „Erste Tiroler Holzmuseum“ von Hubert Salcher wurde 1996 in Auffach in der Wildschönau eröffnet. Der Name Auffach kommt vom „Auffachen des Holzes“. Gleich in der Nähe des Holzmuseums wurde früher das von der Ache angeschwemmte Holz aufgefangen, gelagert, geschnitten und alsdann mittels Pferdefuhrwerken durch die Kundler Klamm nach Kundl transportiert. Vor dem Bau der Straße 1911 wurde das Holz noch durch die Kundler Klamm getriftet.

Als Holzschnitzer und Verzierungsbildhauer mit dem Werkstoff Holz naturgemäß verbunden, wollte Hubert Salcher diese Geschichte nicht in Vergessenheit geraten lassen. Anlässlich des 20-Jahr-Jubiläums seiner Holz- schnitzerei verwirklichte er sich 1996 den Traum eines Holzmuseums. Es ist das erste dieser Art in Westösterreich (erst in der Steiermark befindet sich ein weiteres Museum). In dem stilechten zweistöckigen Holz- und Wohnhaus, gebaut von Hubert Salcher befinden sich rund 2000 Exponate – vom Holznagel bis zum Holzwurm, von der ältesten Volksliederharfe Tirols bis zu einer der ältesten Weihnachtskrippen. Aber auch so manche Kuriosität befindet sich unter den Schaustücken: Bei einer näheren Besichtigung stößt der Besucher auf hölzerne Büstenhalter, Slips und Lederhosen. Salcher dazu: „Vor einigen Jahren wurde die Erfindung des Büstenhalters 80 Jahre alt. Aus diesem Anlass beauftragte mich ein Schweizer Unterwäschefabrikant einen hölzernen BH für Ausstellungszwecke zu schnitzen. Seither fertige ich jedes Jahr solche Kuriositäten an: Unterwäsche, Strümpfe und so weiter“, schildert der passionierte Schnitzer und Volksmusikant seine teilweise außergewöhnlichen Tätigkeiten. Ein Bildervortrag „Holz im Jahreskreis“ und ein Film über den beschwerlichen Holztransport aus den 50er Jahren ergänzen die Schau. Das Museum wurde 1998 als „Schatzhaus Österreichs“ ausgezeichnet. Selbstverständlich ist auch die Werkstatt des Kunstschnitzers im Haus untergebracht, sodass man das Entstehen neuerer Werke gleich live miterleben kann. Holzschnitzereien aus eigenener Werkstätte in jeder Art und Ausführung. Eigener Musikraum (Flügelkammer) mit Bösendorfer Konzertflügel.